Eintrag vom: 25.06.2012

Die Risiken der winzig kleinen Teilchen
Literaturdurchsicht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA)

Unser Bewusstsein der potenziellen Risiken beim Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz sowie die Art und Weise, wie diese Risiken am Arbeitsplatz kommuniziert werden, weisen erhebliche Defizite auf. Dies geht aus einer neuen Literaturdurchsicht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hervor.

Wir begegnen Nanotechnologie in vielen Produkten und Anwendungen des täglichen Lebens. Obwohl die Gefahren für Gesundheit und Umwelt für einige hergestellte Nanomaterialien nachgewiesen wurden, werden sie in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Textilien, Farben, Sportartikeln, elektronischen Geräten, Reinigungsmitteln und zahlreichen anderen Gesundheits- und Wellness-Produkten verwendet. Außerdem sind sie an vielen Arbeitsplätzen zu finden. Zurzeit sind über 1000 Konsumgüter betroffen, die von mehr als 500 Unternehmen in 30 Ländern hergestellt werden. 300 000 bis 400 000 Stellen in der EU haben direkt mit Nanotechnologie zu tun. An vielen weiteren nachgeschalteten Arbeitsplätzen der Lieferkette, 75 % davon in kleinen und mittleren Unternehmen, wird mit gefertigten Nanomaterialien gearbeitet.

Bei der Durchsicht der aktuellen Forschung zu diesem Thema stellte die EU-OSHA fest, dass die potenziellen Risiken solcher Materialen immer noch unzulänglich kommuniziert werden und dass die Mehrheit der Europäer (54 %) nicht einmal wissen, was Nanotechnologie überhaupt ist. Selbst an Arbeitsplätzen, an denen mit gefertigten Nanomaterialien gearbeitet wird, besteht nur ein geringes Bewusstsein. Beispielsweise sind sich 75 % der Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Baugewerbe nicht bewusst, dass sie mit Nanomaterialien arbeiten.

Weitere Informationen in einer Pressemeldung vom Juni 2012 und auf den EU-OSHA-Interneteiten.


Quelle/Urheber: EU-OSHA/PolRed




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