Eintrag vom: 25.11.2008

Solarien zeigen gravierende Mängel
Stichprobe des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Sonnenstudios

Bei einer Stichprobe von Solarien, die in Deutschland mit einem freiwilligen Zertifikat betrieben werden, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gravierende Mängel festgestellt. Die untersuchten Sonnenstudios haben Defizite in einem oder mehreren der Kriterien, die die Verbraucherinnen und Verbraucher vor den gesundheitsschädlichen Auswirkungen von UV-Strahlung schützen sollen. Insgesamt hat das BfS bis Anfang November 2008 von den insgesamt etwa 800 zertifizierten Sonnenstudios 100 in Deutschland untersucht. Nur vier erfüllten alle Anforderungen des Zertifikats.

Bei der Überprüfung dieser 100 Solarien zeigten sich eklatante Mängel vor allem in der Kundenberatung, der Aufstellung eines detaillierten Besonnungsplans sowie der Einhaltung der strikt vorgeschriebenen Erstbestrahlungsdosis. Auf Gesundheitsrisiken durch die UV-Strahlung, die mit dem Besonnen verbunden sind, und auf die geltenden Ausschlusskriterien wurde nur vereinzelt hingewiesen. Obwohl in zertifizierten Sonnenstudios grundsätzlich untersagt, konnten sich in etlichen Studios mit Einverständnis der Eltern auch Jugendliche unter 18 Jahren sonnen. Darüber hinaus wurden bei der Kontrolle auch zertifizierte Selbstbedienungs-Sonnenstudios gefunden, die ohne Personal arbeiten und daher keine Beratung gewährleisten.

Weitere Informationen in einer Pressemeldung vom November 2008.


Quelle/Urheber: BfS/PolRed




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