Eintrag vom: 02.05.2006

Gifte in Radlerhosen
Ergebnisse einer ÖKO-TEST-Untersuchung / BUND fordert strengeres Chemikaliengesetz

Die Zeitschrift ÖKO-TEST hat 14 Fahrradhosen auf Schadstoffe gestestet. Alle getesteten Hosen enthielten Dibutylzinn (DBT), einige weisen extrem hohe Werte auf. DBT gelangt über die Haut in den Körper und wirkt schädigend auf das menschliche Immunsystem. Zusätzlich wurde in vier der getesteten Fahrradhosen der problematische und unnötige Bakterienstopper Triclosan nachgewiesen. Triclosan greift die natürliche Schutzflora der Haut an, kann zu Hautreizungen führen, Allergien auslösen, Leber- und Nierenschäden verursachen und steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen.

Nur zwei der getesteten Produkte erhielten die Gesamtnote "gut". Bei mehr als der Hälfte der Fahrradhosen vergab Ökotest ein "ungenügend". Das Ergebnis der Untersuchung zeigte auch, dass teure Markenprodukte kein Garant für schadstoffarmes Material sind. Das teuerste Produkt wies die höchste Konzentration von DBT auf.

Die Ergebnisse der ÖKO-TEST-Untersuchung wurden im Mai 2006 veröffentlicht.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte aufgund der Untersuchungsergebnisse einen besseren Schutz vor diesen Stoffen in sämtlichen Alltagsprodukten. Nur eine strenge Chemikaliengesetzgebung auf europäischer Ebene könne diesen Schutz umfassend gewährleisten. Zur Pressemeldung.


Quelle/Urheber: PolRed/ÖKO-TEST/BUND




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